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	<title>salamiNEWS - Achtung Satire! &#187; ÖIAG</title>
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	<description>Die Nachrichtenagentur für Comedy und Satire!</description>
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		<title>Übernahme-Sensation bei Quelle: Retten Ösis nächsten deutschen Vorzeigebetrieb vor Pleitegeier?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 21:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schiebel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Magna]]></category>
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		<description><![CDATA[Wien, Nürnberg &#8211; Das Überleben des schwer defizitären Versandhändlers Quelle wird nun doch wieder wahrscheinlicher. Die österreichische Staatsholding ÖIAG hat offiziell ein Angebot für die Übernahme von Quelle Österreich um einen Euro gestellt. Die Schulden des Unternehmens werden – wie schon bei den Banken – vom Steuerzahler übernommen, heißt es aus der ÖIAG. Nun sollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2851" src="http://www.salaminews.at/wp-content/uploads/2009/10/20091027_quelle.jpg" alt="" width="150" height="200" />Wien, Nürnberg &#8211; Das Überleben des schwer defizitären Versandhändlers Quelle wird nun doch wieder wahrscheinlicher. Die österreichische Staatsholding ÖIAG hat offiziell ein Angebot für die Übernahme von Quelle Österreich um einen Euro gestellt. Die Schulden des Unternehmens werden – wie schon bei den Banken – vom Steuerzahler übernommen, heißt es aus der ÖIAG. Nun sollen auch andere Geschäftsbereiche von Eigentümer Primondo verkauft werden. Nach der so gut wie  gescheiterten Übernahme von Opel soll Magna an Quelle Deutschland interessiert sein. Die Österreicher würden damit den zweitgrößten Versandhändler Europas übernehmen.<span id="more-2846"></span></p>
<p>Das Überleben des insolventen deutschen Versandhauskonzerns Quelle wird Analysten an der Frankfurter Börse zufolge wieder wahrscheinlicher. &#8220;Wir hatten zwar nicht mehr an einen Gesamtverkauf geglaubt&#8221;, zitiert die Financial Times Deutschland Teilnehmer der Übernahmeverhandlungen, „aber das Interesse der Österreicher macht allen Beteiligten wieder Mut.“ Zuversichtlich sei man nicht zuletzt auch deswegen, weil man das Interesse des Autozulieferers Magna sehr ernst nehme: „Stellen Sie sich vor, Sie haben in der Garage einen Mercedes, einen BMW, einen Porsche, einen Audi und einen Opel stehen. Wenn Ihnen dann jemand den Opel abkaufen will, dann glauben Sie ihm auch, dass er Quelle kaufen will“, bestätigte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Jörg Nerlich gegenüber der Presse.</p>
<p>Aus der Magna Europa-Zentrale war bis dato keine offizielle Stellungnahme zu erhalten. Hinter vorgehaltener Hand war aber zu erfahren, dass man nach Übernahme aller Schulden durch die Bundesrepublik Deutschland überzeugt sei, auch die deutsche Quelle wieder auf Kurs und, nach entsprechender Konsolidierung des Mitarbeiterstandes, wieder in die Gewinnzohne zu führen. Das gleiche Modell könne man sich natürlich auch eine Stufe höher für den Mutterkonzern Primondo vorstellen. Frisches eigenes Geld werde man so oder so nicht in die Hand nehmen, heißt es aus Oberwaltersdorf.</p>
<p>Hinter der Zukunft des Universalversenders Quelle standen seit dem Insolvenzantrag von Primondo und dessen Mutterkonzern Arcandor im Juni große Fragezeichen. Im September einigte sich Insolvenzverwalter Nerlich in mühevollen Verhandlungen mit den Banken, Quelle zumindest bis zum Jahresende weiter zu finanzieren. Quelle gilt als hoch defizitär, für andere Primondo-Töchter, wie die Spezialversender oder den Shopping-TV-Kanal HSE 24, hatten sich hingegen sofort Interessenten gefunden. „Da hinter der ÖIAG aber die österreichischen und hinter Magna die russischen Steuerzahler stehen – oder die russische Mafia? – ist ja auch egal, glauben wir nun wieder fest an einen Verkauf der ganzen Ruine“, zeigt sich Nerlich zuversichtlich.</p>
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		<title>AUA-Chef Alfred Ötsch: Ich bin nicht kursrelevant!</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 17:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Formanek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Exklusivinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Wien – Die Aufregung war groß, als Ende letzter Woche bekannt wurde, dass die österreichische Fluglinie AUA einen Jahresverlust bis zu 475 Millionen Euro einfahren werde. Aber nicht nur die Aufregung war groß, sondern auch die Überraschung in Finanz- und Wirtschaftskreisen – na ja, vielleicht nicht bei allen, denn ÖIAG, AUA-Vorstand, Lufthansa und einige wussten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><img class="alignleft size-medium wp-image-904" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" src="http://www.meineuro.at/wp-content/uploads/2008/12/20081201_aua_small.jpg" alt="" width="150" height="150" />Wien – Die Aufregung war groß, als Ende letzter Woche bekannt wurde, dass die österreichische Fluglinie AUA einen Jahresverlust bis zu 475 Millionen Euro einfahren werde. Aber nicht nur die Aufregung war groß, sondern auch die Überraschung in Finanz- und Wirtschaftskreisen – na ja, vielleicht nicht bei allen, denn ÖIAG, AUA-Vorstand, Lufthansa und einige wussten davon. <span id="more-901"></span>Nur die  irrelevante Gruppe der Aktionären musste natürlich wieder Kritik anbringen, den sie waren von den Zahlen überrascht worden. Die ÖIAG-Sprecherin reagierte auf Kritik zur Informationspolitik kühl, überlegt und professionell: „Die Information über den über Nacht eingetretenen Verlust von fast 500 Millionen Euro ist nicht kursrelevant.“ <em>MeinEURO.at</em> bat Alfred „Stand-Alone“ Ötsch, Vorstandschef der AUA, zum Exklusivinterview.<!--more--></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Entspricht es auch ihrem Verständnis von Transparenz und professioneller Informationspolitik, dass ein Verlust von mehreren Hundert Millionen Euro nicht kursrelevant ist?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ötsch: </strong>Na sicher. Nachdem nichts was ich in der letzten Zeit gesagt und angekündigt habe auch nur im entferntesten etwas mit der Realität zu tun gehabt hat, kann man auch diese Verlustankündigung nicht ernst nehmen. Also ist es juristisch gesehen nicht kursrelevant.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Also ihre Position ist: ich rede so viel wenn der Tag lang ist, dass man gar nichts mehr ernst nehmen kann und daher kann ich per juristischer Definition nichts mehr Kursrelevantes sagen, weil jeder verrückt wäre irgendetwas von mir ernst zu nehmen. Kurz gesagt, keine öffentliche Stellungnahmen der AUA ist kursrelevant, weil eh nur Schwachsinn kommuniziert wird?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ötsch:</strong> Ja genau. So haben mir die Juristen das erklärt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Was genau haben die erklärt?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ötsch:</strong> Die haben meine vergangenen öffentlichen Aussagen, wie z.B. „die AUA ist saniert“,“wir sind bereit für eine Stand-Alone-Lösung“ oder „wir werden dieses Jahr 125 Millionen Euro Verlust einfliegen“ analysiert und haben zu recht festgestellt, dass keine meiner Aussagen je auch nur im Ansatz der Realität entsprochen hat. Juristisch gesehen bin ich „wirtschaftlich nicht zurechnungsfähig und unmündig“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Könnte es sein, dass sie hier versuchen schon zukünftigen Klagen und Angriffen nach ihrer Zeit bei der AUA juristisch vorzubeugen?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ötsch:</strong> Auf keinen Fall. Aber es muss schon jedem klar sein, dass ganz allgemein und juristisch gesprochen, ein Mann, der weder zurechnungsfähig noch mündig ist, auch nicht für sein Handeln verantwortlich gemacht werden kann. Viel mehr müssen die verantwortlich gemacht werden, die diesen armen Mann in so eine missliche und schwierige Lage gebracht haben. Also die, ganz allgemein gesprochen, ihn mit einem bestimmten Job und der Verantwortung dafür wissentlich überfordert haben. Na ja, und wenn dann Aktionäre dumm genug sind in so ein Unternehmen zu investieren, dann gehören sie ja bestraft. So wie derzeit am Finanzmarkt oder von den Bankstern im Bankensektor. Aber ich kann hier nur so offen sprechen, weil mir bewusst ist, das ich nicht kursrelevant bin und kein Mensch mit gesunden Menschenverstand irgendeine meiner Aussagen ernst nehmen würde oder wird. Schön, gel?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Danke für das Gespräch.</em></p>
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		<title>Michaelis: Wir machen unseren Job perfekt. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es Staatsunternehmen so günstig.</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 13:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Formanek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Exklusivinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AUA]]></category>
		<category><![CDATA[Michaelis]]></category>
		<category><![CDATA[ÖIAG]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Verstaatlichte Industrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren setzt die ÖIAG ihren Arbeitsauftrag perfekt um. Diverse Staatsbetriebe werden derart in Grund und Boden gefahren, dass sie für private Investoren zu perfekten Investmentzielen werden. In einem Exklusivinterview mit MeinEURO.at findet ÖIAG-Chef Peter Michaelis harte Worte für all jene, die seine Brillanz, seine Weitsicht und seine Managementkompetenz anzweifeln. MeinEURO.at: Herr Michaelis, vielleicht könnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><img class="alignleft size-medium wp-image-667" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" src="http://www.meineuro.at/wp-content/uploads/2008/11/20081111_michaelis_small.jpg" alt="" width="150" height="150" />Seit Jahren setzt die ÖIAG ihren Arbeitsauftrag perfekt um. Diverse Staatsbetriebe werden derart in Grund und Boden gefahren, dass sie für private Investoren zu perfekten Investmentzielen werden. In einem Exklusivinterview mit <em>MeinEURO.at</em> findet ÖIAG-Chef Peter Michaelis harte Worte für all jene, die seine Brillanz, seine Weitsicht und seine Managementkompetenz anzweifeln.<span id="more-664"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at: </strong>Herr Michaelis, vielleicht könnten sie unseren LeserInnen einmal erklären, was die ÖIAG eigentlich macht?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Michaelis: </strong>Wir wurden von der Regierung erschaffen, um wertvolle, mit Milliarden von Steuergeldern aufgebaute und finanzierte Unternehmen, ins Chaos und Wertlosigkeit zu führen, damit sie von Freunden und anderen privaten Investoren billig aufgeschnappt werden können. Und wenn Sie wissen wollen, ob ich und meine Kollegen erfolgreich waren, dann fragen sie mal Thomas Prinzhorn und Amigos. Wir haben denLeitsatz: „mehr privat statt Staat“ umgesetzt. Wobei ich schon zugebe, dass die AUA-Privatisierung bisher unser Meisterstück ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Wie soll man das verstehen? In der Öffentlichkeit ist da ein anderer Eindruck entstanden.</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Michaelis:</strong> Nur weil das keiner versteht. Da ist eine Fluglinie die verkauft werden soll. Normalerweise ist so eine Fluglinie für Privatinvestoren nicht so billig zu haben. Da gibt es ja Flugzeuge, Flugbegleiterinnen, die kleinen Gummibärli-Sackerln, Speibsackerln und vieles mehr. Aber wir haben das perfekt hinbekommen. Nicht nur kostet die Airline jetzt gar nichts mehr, nein, der Steuerzahler zahlt auch noch eine Mitgift an den Käufer. So gut werden in Indien nicht einmal mehr Frauen unter die Haube gebracht. Das Beste an der ganzen Sache ist: sollte nicht der richtige Käufer zum Zug kommen, dann haben wir den Prozess so aufgesetzt, dass er jederzeit von der EU wieder aufgehoben werden kann. Und wenn das dann alles geklärt ist bekommt der Käufer noch mehr Steuergeld nachgeworfen, weil dann sitzt die AUA ja noch mehr in der Klemme. Sie müssen zugeben, aus der Sicht von Privatinvestoren ist das genial.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at: </strong>Aber sie verstehen schon, dass manche Beobachter das nicht gerade als Sternstunde in der Geschichte des Managements erkennen?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Michaelis:</strong> Nein. Warum?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at: </strong>Na für die Steuerzahler ist das nicht wirklich ideal, oder?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Michaelis:</strong> Aber genau da liegt das Missverständnis. Man muss das alles von der richtigen Seite betrachten &#8211; also von meiner und der meiner Kollegen. Die sollen da nicht so kleinlich sein, die Steuerzahler. Wir haben in den letzten Jahren den perfekten Job gemacht – aus unserer Sicht. Wir verschleudern mit Steuergeld aufgebaute Milliardenwerte, schaffen es dann auch noch, dass diese Verkäufe mit Millionen von Steuergeldern gestützt werden und werden dafür fürstlich aus Steuergeldern bezahlt. In Harvard wird unsere Leistung – also ohne Verantwortung und trotz Fehlleistungen großartig bezahlt zu arbeiten &#8211; schon in Vorlesungen gelehrt. Dort hat man schon einen Namen dafür: „<em>Grasser-Michaelis-Paradigm – I´m so fucking good and have great hair.</em>“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Aber auch aus der Politik kommt jetzt langsam schon Kritik. Was sagen sie dazu?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Michaelis:</strong> Das verstehe ich überhaupt nicht. Ich muss schon zugeben, dass der Job unter Schüssel, Gorbach und Grasser bedeutend netter war. Aber wir haben unseren Auftrag, den wir ja von der Politik bekommen haben, mehr als erfüllt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at:</strong> Das verstehe ich jetzt nicht. Was war denn der Auftrag?</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Michaelis:</strong> Es ging darum den Ruf der Politiker zu stärken. Die waren es einfach satt, dass seit dem Verstaatlichten-Desaster in den 80er Jahren, jeder lachte, wenn Politiker behaupteten, sie verstünden was von Wirtschaft. Also hat man Manager gefunden, die einfach noch unfähiger und dümmer waren bzw. sind, wie provinzielle Politiker. Wir haben bewiesen, dass im Vergleich zu uns selbst Politiker wahrlich großartige Manager sind. Also stehen die Politiker jetzt wieder besser da und das haben die uns zu verdanken. Und das Geile dran ist, dass weder Politiker noch Manager dafür auf einen Cent verzichten mussten. Den Auftrag habe ich  – zumindest aus meiner Sicht – perfekt erfüllt. Wobei ich zugebe, dass Karl Heinz Grasser mit seinen Meinl-Aktivitäten viel meiner Aufbauarbeit zerstört hat.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><em>MeinEURO.at: Und wie geht es jetzt mit AUA, Post und Telekom weiter?</em></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Michaelis:</strong> Wie soll es weitergehen? Na so wie immer. Wir reduzieren den Unternehmenswert auf Null, finden Freunde die das Schnäppchen privat übernehmen, lassen die Steuerzahler dafür bezahlen und kassieren unsere Supergagen und Abfertigungen. Das nenne ich ein fast perfektes Managementkunstwerk. Viele nennen mich schon jetzt – zu recht wie ich meine &#8211; den Michelangelo of High Finance.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>MeinEURO.at: </strong></em>Danke für das Gespräch.</p>
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		<title>Ich übernehme die ÖIAG</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Formanek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AUA]]></category>
		<category><![CDATA[AUA-Verkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lufthansa]]></category>
		<category><![CDATA[ÖIAG]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr gehrter Hr. Faymann, Sehr geehrter Hr. Pröll, Sehr geehrter Hr. Finanzminister, Nachdem alle davon ausgehen, dass in der ÖIAG bald Köpfe rollen werden, möchte ich der Erste sein, der sich für den Job des ÖIAG Vorstandes, oder Aufsichtsrat &#8211; oder….na egal, auf jeden Fall Oberhäuptling &#8211; bewirbt. Ich glaube, dass ich durch meine jahrelange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-499" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" title="20081028_aua_small" src="http://www.meineuro.at/wp-content/uploads/2008/10/20081028_aua_small.jpg" alt="" width="150" height="150" />Sehr gehrter Hr. Faymann, Sehr geehrter Hr. Pröll, Sehr geehrter Hr. Finanzminister,</p>
<p>Nachdem alle davon ausgehen, dass in der ÖIAG bald Köpfe rollen werden, möchte ich der Erste sein, der sich für den Job des ÖIAG Vorstandes, oder Aufsichtsrat &#8211; oder….na egal, auf jeden Fall Oberhäuptling &#8211; bewirbt. Ich glaube, dass ich durch meine jahrelange Tätigkeit als Familienvater stressresistent, wirtschaftlich kompetent und emotional intelligent geworden bin. Ich bin überzeugt, dass ich die ÖIAG in eine glorreiche Zukunft führen kann und jeden zukünftigen Privatisierungsauftrag bei weitem kompetenter durchführen könnte, als die derzeitigen ÖIAG-Verantwortlichen. Viele werden jetzt sagen, jeder intellektuell herausgeforderter Orang-Utan im Schönbrunner Zoo wäre dazu befähigt, aber ich halte diesen Schwarzsehren entgegen: richtig, aber ich kann es besser.<br />
<span id="more-431"></span></p>
<p>Ich kann es auch beweisen. Erstens male ich genau so schöne Bilder wie die Affen im Zoo, und zweitens möchte ich Ihnen am Beispiel der AUA-Privatisierung zeigen, wie gut ich wirklich bin. Wir sollten dass Bieterverfahren neu aufrollen und dazu habe ich nur ein Zauberwort:<strong> eBay!</strong></p>
<p>Ja, mir ist klar, dass „eBay“ Menschen in ihrem Alter und ihrer Position nicht viel sagt. Das scheint auch das Problem der Herren Michaelis und Konsorten zu sein, die einfach schon zu alt für die technischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte sind. Aber ich kann ihnen sagen, das Internet ist cool und eBay eigentlich auch. Kurze Erklärung für Sie: auf eBay macht man das, was sie bei Koalitionsverhandlungen mit Ministerjobs, Staatssekretariaten und Kabinettspositionen machen im Internet, mit echtem Geld und echten Leuten. Einziger Unterschied, abgeschlossene Verträge auf eBay gelten auch, wenn man sie nachher nicht mehr mag.</p>
<p>Zurück zur AUA: die AUA wäre ideal, um sie auf eBay zu verkaufen. Da gibt es z.B. so was wie einen „Mindestkaufpreis“, den man als Verkäufer festlegen kann. Also ich als ÖIAG-Chef würde die AUA mit einem Mindestpreis von 3,25 € ausstatten. Total cool ist, dass die Gebühren vom Käufer getragen werden müssen, hey und da würden wir einen echten Schnitt machen. Jetzt fragen Sie zu Recht: „Wozu brauchen wir da den Formanek? Das kann der Michaelis auch!“ Na vielleicht, aber ich kann viel mehr.</p>
<p>Ich kann z.B. hübsche kleine Fotos von Flugbegleiterinnen und Flugzeugen machen, die man dann bei eBay dazu stellen kann. Ich kann fotografieren, die Dateien in einen Computer überspielen undsie dort auch wieder auf der Festplatte finden. Kann das Hr. Michaelis? Echt wahr, sie können dem Kaufangebot Bilder beistellen – sogar Detailaufnahmen (hängt natürlich vom Alter der Flugbegleiterin ab) – auf die die Interessenten klicken können. Ich kenne mich sogar bei .jpg-Dateien aus &#8211; das sind die Fotos im Internet – und wie man die in die richtige Größe bringt. Das kann Michaelis sicher nicht.</p>
<p>Ich habe sogar schon einen eBay-Account, den ich der ÖIAG gegen die lächerliche Managementgebühr von 350.000 € zur Verfügung stellen würde. Kann das Ihr toller Michaelis? Ich habe sogar schon drei positive Bewertungen als Verkäufer bekommen, etwas was weder die AUA noch die ÖIAG vorweisen können. Das Vertrauen des Marktes zu mir ist also de facto dreimal so hoch wie zur Staatsholding.</p>
<p>Und bei eBay kann man noch was Cooles machen: man könnte die Flugzeuge einzeln versteigern. Was sage ich, man könnte die alten Flieger sogar zerlegen und die Ersatzteile teuer weiterverkaufen. Ich wage mich da jetzt weit vor, aber ich denke, dass so ein kleiner Canadair Jet -fachmännisch zerlegt und an die richtigen Interessenten weiterverkauft &#8211; mehr bringen würde, als die Lufthansa derzeit für die ganze AUA bietet.</p>
<p>Meine Herren, Sie können aus meinem kompetenten Schreiben klar herauslesen, dass ich für den Posten der ÖIAG-Chefs mehr als qualifiziert bin. Mit meinen erworbenen Kenntnissen in den Bereichen Haushalt, neue Medien, Filetieren und schroffe Umsetzung, bin ich der richtige Mann für eine ÖIAG-neu (merken Sie es?: so wie Koalition-neu) um auch in Zukunft jeglichen Privatisierungsauftrag der Regierung kompetent umzusetzen. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.</p>
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		<title>Ich will AUA!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Formanek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AUA]]></category>
		<category><![CDATA[AUA-Übernahme]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Airlines]]></category>
		<category><![CDATA[ÖIAG]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung, Liebe ÖIAG, Ja, ich melde mich freiwillig. Nach Rücksprache mit meiner Bank kann ich mit stolz vermelden, dass sich die Erste Bank (Filliale Europaplatz, 1060 Wien) bereit erklärt hat &#8211; trotz weltweiter Finanzkrise &#8211; mir den Kaufpreis für die Austrian Airlines mittelfristig mit Default Credit Swaps aus Rumänien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung,<br />
Liebe ÖIAG,</p>
<p>Ja, ich melde mich freiwillig. Nach Rücksprache mit meiner Bank kann ich mit stolz vermelden, dass sich die Erste Bank (Filliale Europaplatz, 1060 Wien) bereit erklärt hat &#8211; trotz weltweiter Finanzkrise &#8211; mir den Kaufpreis für die Austrian Airlines mittelfristig mit Default Credit Swaps aus Rumänien zu finanzieren. In habe die Bankgarantie über 2,50 € (in Worten: Zwei Euro und fünfzig Cent) an diese Email angehängt. Mir ist bewusst, dass ich mit meinem Kaufangebot weit über dem Angebot anderer Interessenten liege, aber mir ist der Erhalt einer Rot-Weißen-Schwanzflosse einfach wirklich was wert.<br />
<span id="more-392"></span></p>
<p>Mit Recht werden Sie jetzt fragen: Wie will Formanek die Airline führen und wieder auf die Gewinnerstraße bringen? Das Konzept ist so sicher wie schnell erklärt. Ich halte mich an jene erfolgreichen Traditionen, die in unserem Land schon immer für Win-Win-Win-Situationen (Zitat WKO-Präsident Leitl ZIB2 22.10.2008) geführt haben: Nach Übernahme der AUA werde ich sofort eine Managementgesellschaft gründen, die schuldenfrei &#8211; und damit belastungsfrei – die nötigen Sanierungsschritte einleiten wird. Diese Managementleistung und auch das Recht meinen Markennamen zu verwenden (FF – FlyFormanek) wird dann der „alten“ AUA mit der läppischen Jahressumme von 50 Millionen € verrechnet (der Vertrag wird auf drei Jahre abgeschlossen).</p>
<p>Mir ist klar, dass die Summe gering ist (nicht einmal ein Drittel der jährlichen Parteienförderung), aber wie schon vorher erwähnt, ich halte die AUA für unersetzlich. Natürlich übernehme ich auch alle Schulden der AUA unter jenen Bedingungen, die in Österreich (inzwischen ja auch weltweit)üblich sind. Also in spätestens einem Jahr erwarte ich eine Übernahme der Schulden durch den Steuerzahler. Aber das wird ja dann niemanden mehr überraschen.</p>
<p>Sollte, was ich aus derzeitiger Sicht (ich wiederhole aus juristischen Gründen: aus derzeitiger Sicht) nicht erwarten kann, den Turn-Around mit der AUA nicht innerhalb von 72 Stunden schaffen, biete ich sofort meinen Rücktritt an. Natürlich kann die ÖIAG dann &#8211; gegen eine einmalige Ablöse von 125 Millionen Euro an meine Managementgesellschaft &#8211; sofort wieder die Kontrolle übernehmen. Allerdings wäre der Markenname FlyFormanek für die AUA verloren. Ich bin bereit, etwaigen Misserfolg anzuerkennen und somit auf die vertraglich festgelegten restlichen 25 Millionen Euro zu verzichten.</p>
<p>Ich hoffe mit diesem Angebot, das immerhin 150 Prozent über dem der Lufthansa liegt, nicht nur der AUA sondern Österreich einen Dienst erwiesen zu haben. Bei der derzeitigen Liquiditätssituation der österreichischen Banken sollte es möglich sein, den Kaufpreis von 2,50 € für die AUA innerhalb von drei Monaten in Form von Hypothekarzertifikaten der ungarischen Staatsbank bereit zu stellen.</p>
<p>Liebe Grüße und auf eine rot-weiß-rote Zukunft am blauen Himmel,</p>
<p>Niko Formanek</p>
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		<title>Bankmanager: Verzweifelte Finanzwelt fordert neue Luftblase um investieren zu können!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Formanek</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-566" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" title="20081103_bubble_small" src="http://www.meineuro.at/wp-content/uploads/2008/11/20081103_bubble_small.jpg" alt="" width="150" height="150" />Brüssel – Bei einem hochkarätigen Gipfel der wichtigsten Bankmanager Europas in Brüssel, verlangten die Banker europaweite, staatliche Maßnahmen zur Erschaffung einer neuen verantwortungslosen und illusorischen Luftblase, in die weltweit investiert werden könnte. „Was die Menschen nicht brauchen sind wohl überlegte, langfristige Veränderungen und Konzepte,“ sagte Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank. „Wir brauchen viel mehr einen konkreten Vorschlag, wie wie wieder schnell Fantasie-Reichtümer erschaffen und an die verunsicherten Investoren verkaufen können. Wir sind in einer Krise und eine solche Krise schreit förmlich nach schnellen, unverantwortlichen und kurzfristigen Lösungen. Die Staatsgarantien für die Banken waren da nur ein erster passender Schritt.“<span id="more-565"></span></p>
<p>Die derzeitige Finanzkrise wurde bekanntlich durch das Platzen der „Grundstücksblase“ in den USA verursacht und ist das größte Debakel seitdem im Jahr 2001 die „Internetblase“ durch eine explosionsartige Deflation das Zeitliche segnete. Nachdem durch das Platzen der „Real-Estate-Blase“ die Möglichkeit kurzfristig mit Fantasie-Profiten von schlechten Grundstücksdeals Millionen zu scheffeln verschwunden ist, war der Bedarf an einer neuen spontanen Fantasie-Quelle für Reichtum schon lange nicht mehr so groß.<!--more--></p>
<p>„Vielleicht könnte die neue Luftblase etwas mit Hollywood-Filmen auf Handys, Mondgrundstücken auf eBay oder Fluglinien mit Whirlpools zu tun haben?“, meint Georg von Tretter, Chefstratege des Schweizer Bankenriesen UBS. „Vielleicht auch mit Energie, Medizin oder Wolken? Worum es bei der Blase geht ist eigentlich völlig egal. So lange die Blase nur Märkte erzeugt, die unglaublich überbewertet sind, die auf nichts anderes als optimistischen Selbstbetrug basieren und die es ermöglichen, unglaubliche Summen an langfristige Schulden anzuhäufen die nie zurück gezahlt werden,“ ergänzt Tretter. „Die Finanzwelt kann unmöglich nur mit soliden und sinnvollen Investments überleben.“</p>
<p>Die Europäische Kommission plant derzeit ein EU-weites „Luftblasen-Gesetz“, um den in Schieflage geratenen Banken zu Hilfe zu kommen und das Vertrauen der Menschen in Börsen-Blasen wieder zu beleben. In dem  Gesetzesvorschlag sind große finanzielle Förderungen und Steuerboni enthalten, die die Menschen ermutigen sollen massiv in ein abstruses Finanzprodukt zu investieren, um der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen.</p>
<p>Die meisten Experte halten „Papier“ für die nächste, große und sinnvolle Luftblase. Dabei werden „Papiere“ auf den Markt geworfen und mit staatlichen Garantien und steuerlichen Anreizen ausgestattet &#8211; sind aber im Grunde genommen völlig wertlos. Zur Unterstützung der „Papierblase“ werden die Papiere von Analysten und „Experten“ mit maßlos übertriebenen Bewertungen gepriesen und empfohlen und außerdem von den größten internationalen Ratingagenturen mit Quintuplen Tripple-A, also mit „AAAAA AAA AAA AAA AAA“ bewertet. Danach werden die „Papiere“ dann von speziell zertifizierten Finanzberatern an naive, aber geldgierige Kleinaktionäre und Häuslbauer verkauft.</p>
<p>„Die Weltwirtschaft braucht schleunigst eine neue Luftblase,“ ergänzt Klaus Liebscher, Vorsitzender der ÖIAG-Agentur für verarmte Banken. „Ich glaube es ist offensichtlich, dass das System ohne neue Luftblase nicht überleben kann.“</p>
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