Austria is a too small Country for good Doping!

16. Juli 2009 | Von | Kategorie: Sport

Wien, Paris – Die Tour de France rollt wieder gnadenlos durch Wind, Wetter, über Berg und Tal. Die EPO- und/oder testosterongestählten Pedalritter ermitteln wieder den Besten unter jenen Athleten, die dopingtechnologisch auf der Höhe der Zeit sind und daher nicht erwischt werden. Nun mehren sich die Stimmen, den teuren und sinnlosen Kampf gegen Doping endlich aufzugeben. Stattdessen sollen die Sportler, ähnlich wie bei der Lebensmittelkennzeichnung, einfach angeben, was in ihnen steckt. Damit würde auch eine boomende Industrie endlich aus dem Schatten der Illegalität geholt. Die österreichische Antidopingbehörde NADA Austria wagt nun einen Vorstoß und spricht aus, was viele längst denken.

„Wir Doping-Jäger sind doch alle Hiafler (gesprochen: Hirfler, Anm. d. Red.). In China züchtens Olympiasieger und wir scheißen uns an, weil der Bernhard Kohl a paar Vitamine gfressen hat”, zeigt sich ein Mitarbeiter der NADA Austria, der nicht genannt werden will, selbstkritisch. Enttäuschend sei eigentlich, dass Kohl bei der letztjährigen Tour de France trotzdem nur Dritter geworden ist. „Ob ein Radfahrer wegen der ständig eingequetschten Eier oder wegen seiner Pulverl impotent wird, muss eigentlich egal sein”, fügt ein Kollege hinzu.

Auch ein Mitarbeiter der WADA (World Anti-Doping Agency) bestätigt auf Anfrage von salamiNEWS : „Einzig unser Boss glaubt noch daran, dass es irgendeinen nicht gedopten Spitzensportler gibt. Wir Mitarbeiter wissen eh, dass wir verarscht werden.” Es sei daher höchste Zeit, „mit dem Unsinn aufzuhören”. Die NADA Austria bereite daher hinter den Kulissen bereits einen entsprechenden Antrag auf Freigabe von Doping vor.

Österreichische Sportfunktionäre bezweifeln allerdings, dass diese Freigabe „unseren Sportlern wirklich hilft”. Unverständlich sei nämlich, dass in einem Land wie Österreich „mit  perfekter Doping-Infrastruktur” die sportlichen Leistungen überwiegend als inferior bis jämmerlich einzustufen sind, beklagt ein hoher Funktionär des ÖOC, der (noch) nicht genannt werden will: „Namentlich in besonders Doping-intensiven Sportarten wie der Leichtathletik oder dem Radsport bringen die Unseren seit Jahren nix zsamm.” Lichtblicke im internationalen Wettbewerb seien, von den erwähnten positiven Ausnahmen im Radsport abgesehen, lediglich bei den Schwimmern zu verzeichnen gewesen. Der Österreichische Schwimmverband verweist daher auch nicht ohne Stolz darauf, dass er im Gegensatz zu den österreichischen Radlern, Langläufern, Leicht-, Bi- und Triathleten bisher noch nie erwischt worden ist. Es sei daher dem mächtigen Präsidenten des Österreichischen Schiverbandes Peter Schröcksnadel widersprochen, wenn er sagt: „Austria is a too small Country for good Doping.”

„Es geht schon, wenn man sich ein bisschen bemüht. Eine Freigabe des Dopings würde aber das unwürdige Versteckspiel beenden und auch unseren Sportlern sicher helfen”, bestätigt Paul Schauer, Präsident des Österreichischen Schwimmverbandes gegenüber salamiNEWS . Und sei es nur dabei, nicht erwischt zu werden.

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