Wien – Ein entwaffnend logisches und doch scheinbar einfaches Programm zur Bekämpfung der Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise kommt aus einer unerwarteten Ecke: dem österreichischen Bundesheer. Kleinlichen Einwänden wie einem bereits jetzt im Heer bestehenden Budgetloch von 400 Millionen Euro zum Trotz, planen die oft unterschätzten Denker des Generalstabs nun den Ankauf von gebrauchten tschechischen Unterschall-Kampfflugzeugen als Ersatz für die schon bei ihrem Ankauf damals veralteten Saab 105. Zwar seien auch die L-159 veraltet (die tschechische Armee sortiert sie gerade aus, Anm. d. Red.), aber das geplante Shopping sei in einem größeren Kontext zu sehen. Nicht nur militärische, sondern auch volkswirtschaftliche Gründe standen Pate bei diesem großen Wurf.
Der Ankauf der L-159 berge eine Fülle von Vorteilen. Für ihren eigentlichen Zweck, den Übungsbetrieb zur Vorbereitung der Piloten auf den Eurofighter-Einsatz, taugen sie als Einsitzer zwar nicht, aber dafür sind die Unterschallflieger so langsam, dass sie im Flugbetrieb auch ohne Verletzung ausländischen Luftraums jederzeit über Österreich wenden können. Und anders als die ungleich teureren Eurofighter, die ja aus Kostengründen ohne Bewaffnung bestellt wurden, eignen sich die L-159-Jäger auch für den Bodenkampf. Genau an dieser Stelle setzt auch die volkswirtschaftliche Bedeutung des Kriegsgeräts ein. So eignet sich der tschechische Langsamflieger bestens, „stranded investments” der angeschlagenen Immofinanz-Gruppe, insbesondere der Immoeast, aber auch der Meinl European Land anzugreifen, zu vernichten und damit elegant aus den Bilanzen zu nehmen. „Damit sind diese Finanzunternehmen nach etwa sieben bis acht Einsätzen so gut wie saniert”, ist aus Offizierskreisen zu erfahren.
Ein weiterer Vorteil erhelle aus dem Umstand, dass für die tschechischen Flugschnecken auch Start- und Landebahnen von Kleinstflughäfen ausreichend seien. Experten meinen sogar, es genügen gar keine Flughäfen, wie jene der Meinl Airports International AG. Außerdem könnten die ausrangierten Saab 105 zu Autos rückgebaut und dem schwedischen Hersteller zur Ankurbelung seiner Umsätze rücküberstellt werden. In einem viele hundert Seiten starken Abkommen über Gegengeschäfte, könnte sich Schweden im Gegenzug verpflichten, unsere heimische Autozulieferindustrie mit Aufträgen in Milliardenhöhe zu bedenken.
Aber auch die AUA soll unterstützt werden. Trotz desaströser Bilanzen ist in einer ersten Phase beim rot-weiß-roten Airliner nicht daran gedacht, Flüge völlig zu canceln. „Das würden unsere treuen Kunden nicht verstehen”, heißt es seitens der AUA. „Wir werden aber sparen müssen und daher einige Flüge nur mehr bis zur Hälfte führen.” Auf diese Weise verlören Kunden „ihre Strecke” nicht gleich völlig, zeigen sich AUA-Strategen im Auftrag der Lufthansa vom Konzept überzeugt. Außerdem verfüge die AUA für die bevorstehende Einschränkung des Flugbetriebs auch über zu viele Maschinen. Man könne sich daher im Halbflug-Programm eine Kooperation mit dem Bundesheer durchaus vorstellen, insbesondere da die L-159 für die Aufbringung und den Abschuss langsamerer Flugzeuge im Luftkampf bestens geeignet sei. Das habe Phantasie, zeigen sich auch Heereskreise interessiert, insbesondere auch, weil die AUA-Maschinen nicht bewaffnet seien, was für die L-159 unabdingbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz im Luftkampf sei. Einwände, die Passagiere verlören beim Abbruch des Fluges mit Unterstützung des Bundesheeres doch in den meisten Fällen auch ihr Leben, werden durchaus ernst genommen und geprüft, heißt es sowohl in der AUA als auch seitens der Heeresführung.
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Billianter Plan! Ich gestehe, ich habe die Jungs vom Heer eindeutig unterschätzt und ihnen bisher in ihren schneidigen Uniformen bloß auf den Po geschaut… Aber glaubt ihr wirklich, dass die Schweden das machen werden?
jetzt brauchen wir nur noch eine FLUGZEUGTRÄGER gebraucht von Frankreich oder GB !
damit kann unser heer die seeräuber bekämpfen und im Tschad !