Politik - Written by Niko Formanek on Mittwoch, März 3, 2010 0:00 - 1 Kommentar

Post-Streik scheitert an missglückter Postzustellung! Streikmaterial auf Postweg verloren gegangen!

Wien – Ein für heute geplanter Warnstreik der Postgewerkschaft musste aufgrund logistischer Fehler der Post kurzfristig abgesagt werden. Die für den Streik vorbereiteten Materialien, wie z.B.Transparente, satirische Masken des Post-Generaldirektors Anton Wais und Molotowcocktails waren teilweise nicht rechtzeitig in Wien angekommen oder auf dem Postweg verloren gegangen.

„Da haben wir uns wohl ein wenig selbst ein Bein gestellt,“ erklärte ein sichtlich zerknirschter Post-Gewerkschafter Gerhard „Sympaticus“Fritz. „Wir haben mit unserem schnellen und überraschenden Streikbeschluss auch unsere eigenen Leute überfordert. Wir hätten das Ganze ca. vier Wochen vorher ankündigen müssen, um unser Streikinstrumentarium auf dem Postweg rechtzeitig vor Ort zu haben.“

Eine Mischung aus unglücklichen Umständen und persönlichen Fehlleistungen führte zu dem Dilemma. „Unsere Cocktails für die Molotowcocktails z.B. wurden über Salzburg verschickt,“ erklärte Fritz. „Als ich am Postamt Wals bei Salzburg anrief, erklärte mir ein außergewöhnlich gut gelaunter und kichernder Kollege, dass die Cocktails nie bei ihnen angekommen seien. Er sagte, man werde das alles nachprüfen sei aber gerade mitten in einer feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier und daher bis 11.12. nicht mehr ansprechbar.“

Die in ihre Einzelteile zerlegten Transparente wurden in Attnang Puchheim aufgegeben und dann in Linz abgefangen und zurückgeschickt. Ein Postbeamter in Attnang Puchheim habe die Stangen für die Transparente als normale Pakete frankiert, aber in Linz sei entschieden worden, dass diese „Gefahrengut“ seien. Aufgrund der daraus resultierenden Unterfrankierung wurden die Stangen wieder von Linz nach Attnang Puchheim zurückgeschickt. „Leider hatten wir gerade ein langes Wochenende und daher liegen die Transparent-Stangen noch heute in Attnang Puchheim,“ ärgerte sich Fritz.

Die Gewerkschafter beschwerten sich aber auch massiv über Streikbehinderungen durch willkürliche Polizei- und Justizaktionen. „Man hat uns z.B. verboten mit Masken, die Postgeneral Wais und Telekom-Chef Nemsic satirisch darstellen, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Das Argument der Sicherheitsbehörden war, dass ein solcher Auftritt gegen das Vermummungsverbot verstoße,“ erregte sich Fritz. „Und was mach` ma` dann im Fasching? Ist ganz Villach dann eine Horde vermummter Chaoten und Terroristen? Obwohl…, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Oder darf die Jeannine Schiller dann nimmer auf die Straße? Unglaublich dieses Vorgehen, aber als Gewerkschafter bin ich Kummer ja gewohnt.“

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Erstmals veröffentlicht am 2008-12-09 22:00:12.

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1 Kommentar

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Anonymous
Mrz 10, 2010 13:54

Post-Generaldirektors Anton Wais = schon ein Jahr nicht mehr

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