Politik - Written by Niko Formanek on Dienstag, März 9, 2010 21:34 - 0 Kommentare

Dichand erlaubt Bundespräsidentenwahl!

Wien – Nach einigen Missverständnissen, eidesstattlichen Erklärungen und einer altersbedingten Demenzpause hat Krone-Herausgeber Hans Dichand gestern offiziell, die für 25. April geplante Bundespräsidentenwahl in Österreich, genehmigt. In einer feierlichen Zeremonie unterzeichnete Dichand, gekleidet in ein feierliches gelbes liturgisches Gewand eines Krone-Kolporteurs, das Dekret zur Wahlgenehmigung in Wien-Heiligenstadt und versiegelte sein Edikt mit dem offiziellen Strudl-Siegel. Eine wenig bekannte Besonderheit der österreichischen Verfassung schreibt vor, dass Wahlen, Regierungsbestellungen und steuerrechtliche Maßnahmen freie Arbeitnehmer betreffend vor ihrer Rechtsgültigkeit der Zustimmung des Krone-Herausgebers bedürfen.

„Verlogenheit hat die Ehrlichkeit, Heuchelei die Aufrichtigkeit und Egoismus die Opferbereitschaft verdrängt“, erklärte Dichand anlässlich der feierlichen Genehmigung der Wahlen. „Ich denke, dass mit meiner Kraft, meiner Liebe und meiner väterlich weisen und sanften Steuerung, die Menschen in Österreich bald reif genug sein könnten, diese Wahl erfolgreich zu bestreiten.“

In einer ersten Reaktion zeigte sich der SPÖ-Kandidat Heinz Fischer von Dichands Entscheidung begeistert und sprach kritisch über den mangelnden Respekt, der dem Doyen des österreichischen Journalismus, in jüngster Vergangenheit oft entgegen gebracht wird. „Die Anbetung des Einen Gottes wurde von der Anbetung des eigenen Ichs verdrängt, und einige haben sich selbst zu einem Gott erhoben und, ohne irgendwelche menschliche Kompetenzen zu besitzen, ihre Interpretationsweise und ihre Wünsche der ganzen Welt aufgezwungen“, meinte Fischer in Anspielung auf manche Medien und vor allem den Falter.

„Verlogenheit hat die Ehrlichkeit, Heuchelei die Aufrichtigkeit und Egoismus die Opferbereitschaft verdrängt“, schloss sich auch die einzige weitere Kandidatin, Babara Rosenkranz von der FPÖ, den bewundernden Worten Fischers über Dichand an. „Die Besatzung der Heimat von Völkern zur angeblichen Überbringung von Freiheit und Demokratie und die gewaltsame Niederschlagung von wehrlosen Nationen als angebliche Verteidigung der Menschenrechte, z.b. im Esterhazy-Park in Wien-Neubau, haben weitgehend Verbreitung gefunden“, distanzierte sich Rosenkranz klar von der Abschaffung des Verbotsgesetz und des Nationalsozialismus im allgemeinen.

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