Innovatives Kärnten: Asylwerberheim als lebendes Museum für historische Straf-, Folter- und Konzentrationslager!
10. November 2010 | Von Niko Formanek | Kategorie: Politik
Klagenfurt – Wieder einmal hat Kärnten seine Vorreiterrolle als das innovativste und wirtschaftlich erfolgreichstes Bundesland in Österreich beeindruckend unter Beweis gestellt. Während die Welt aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise in kollektiven Jammer verfallen ist, ergreift das südlichstes Bundesland die Initiative und eröffnete gestern das nächste touristische Highlight. Die Sonderanstalt “Saualm” wurde in Rekordzeit zu einem “lebenden Museum historisch bedeutender Gefangenen-, Straf- und Folterlager” umgestaltet.
Touristen und Einheimische können an beeindruckenden Foltervorführungen auch praktisch teilnehmen. Die Foltergebühren richten sich preislich nach der jeweiligen Foltermethode und bewegen sich zwischen 25.- bis 55.- Euro pro Folteropfer. Natürlich gibt es für deutsche – insbesondere aus den östlichen Bundesländer der ehemaligen DDR – Gäste und einheimische “Folterer” entsprechende Preisnachlässe und Rabattstaffeln.
Bei der Eröffnung sprach Landeshauptmann Gerhard Dörfler von einem bedeutenden Beitrag Kärntens für die Völkerverständigung und die Aufarbeitung vergangenen Unrechts. “Ich meine, man spricht immer von den schlimmen Dingen in den Lagern der Vergangenheit und keiner hat je irgendwas gesehen,” erklärte Dörfler. “Jetzt können die Menschen endlich die Show mal live erleben und die Asylanten haben auch was davon.” Die im Lager internierten Asylwerber bekommen je nach persönlichem Engagement zusätzliche Prämien, die ihr Dasein im Heim bedeutend erleichtern.
“Jeder der sich z.B. freiwillig dafür meldet am Stacheldraht ausgemergelt und bemitleidenswert in der Kälte herumzulungern bekommt dann auch einen Liter Spar-Cola extra,” erklärt Adolf Rusminigg, Landes-Aufseher im Lager Saualm. “Und für jede Erfrierung an einer Extremität gibt es dann auch noch eine Schaumrolle.”
Natürlich gebe es auch im Lager Saualm Internierte, die sich der allgemeinen Völkerverbindung und dem neuen Bildungsauftrag des Lagers verschließen. Eine neue Kärntner Landesverordnung erlaubt den Aufsehern des Landes auch die zwangsweise Verpflichtung der Widerwilligen. “Es kann ja nicht sein, dass diese Submenschen in unser schönes Bundesland Kärnten kommen, unsere Gastfreundschaft missbrauchen, auf unsere Kosten leben und dann sich weigern bei einem so wichtigen Friedens- und Aufklärungsprojekt ihren Anteil zu leisten,” erregt sich Rusminigg zu Recht. “Diese unwilligen – und unter uns gesagt meist auch drogenabhängigen – Sozialschmarotzer, werden dann vor allem im Museumsraum ‘zulässige Folter im Bereich der Terrorbekämpfung und des Asylverfahrens’ eingesetzt.” Dort wird den Touristen, aber vor allem auch der einheimischen Bevölkerung, die Wichtigkeit von brennenden Zigaretten, nassen Handtüchern, Telefonbüchern und “wasser-brettel’n” (Water-Boarding) im Rahmen der Verteidigung des Kärntner Bodens gegen Überfremdung und Gutmenschentum vorgeführt.
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