Politik - Written by Niko Formanek on Sonntag, Februar 7, 2010 21:00 - 1 Kommentar

Überraschte Bevölkerung nach Dörfler-Pressestunde: Der Typ ist wirklich Landeshauptmann!

Wien – Die Tatsache, dass Gerhard Dörfler (FPKFPÖBZÖ) wirklich Landeshauptmann von Kärnten ist, überraschte einen Großteil der österreichischen Bevölkerung gestern zwischen 11:37 Uhr und 11:47 Uhr. Dörfler war zu dieser Zeit Gast in der ORF-Pressestunde. „Unglaublich“, staunte Gerhard Zeger, Unternehmensberater aus Wieselburg. „Ich hätte das nie geglaubt. Ein Mann mit dieser Frisur und diesem Seichtgang ist tatsächlich Landeshauptmann in Österreich.“

Zeger habe bisher geglaubt, dass Dörfler ein Faschingsprinz irgendeiner Kärntner Klamaukgarde sei. „Ich  bin echt überrascht. Ich habe ihn ja bisher nur aus High-Society oder Chilii oder sowas gekannt“, ergänzte Zeger. „Nie hätte ich gedacht, dass dieser komische Mann einen ernsthaften Job hat.“ Aber die Tatsache, dass der „komische Mann aus Kärnten“ von ORF-Moderator Tarek Leitner und profil-Herausgeber Christian Rainer immer wieder als „Herr Landeshauptmann“ angesprochen wurde, habe ihn schließlich überzeugt.

Viele TV-Zuseher meldeten sich noch während der Sendung beim ORF-Kundendienst, ob das Insert „Gerhard Dörfler, Landeshauptmann von Kärnten“ nicht doch ein kleiner Faschingsscherz gewesen sei? „Wir haben unsere Pflicht getan und die besorgte Bevölkerung aufgeklärt“, erklärte ein Sprecher des ORF. „Wir können nur für uns selbst sprechen, aber wir haben alles genau recherchiert und laut Kärntner Quellen und Wikipedia ist der Mann wirklich Kärntner Landeshauptmann.“ Der ORF entschuldigte sich gleich offiziell dafür, bei der Bevölkerung derartig für Unruhe gesorgt zu haben. „Aber uns sind auch die Hände gebunden und wir können uns nicht aussuchen, welche Typen die Kärntner uns schicken.“

Viele Menschen in Österreich reagierten auf die plötzliche Einsicht, dass Dörfler Kärntner Landeshauptmann sei, mit Nervosität, Unruhe und leichten Panikattacken. Mehrere Landeskrankenhäuser haben Kriseninterventionscenter eingerichtet, an die sich besorgte Menschen wenden können. „Viele Menschen haben regelrecht Existenzangst bekommen, als sie gemerkt haben, dass sie mit ihren Steuergeldern für die Verrücktheiten eines Typens wie Dörfler gerade stehen müssen“, erklärte Univ. Doz. Dr. Georg Ressbernig, vom Landeskrankenhaus Salzburg. „Wir sind aber sicher, dass sich die Lage wieder beruhigen wird, wenn sich die Bevölkerung einmal an den Gedanken gewöhnt hat, dass auch so ein Mann wie Dörfler einen Job in einer Landesregierung bekommen kann.“

Auch in Dörflers Heimatbundesland kam es nach dem Auftritt des Landeshauptmanns im ORF zu bizarren Szenen. Laut Berichten liefen hunderte Menschen ziellos auf Kärntner Gemeindeplätzen herum und riefen: „Das war doch nicht ernst gemeint! Wir wollten den Typen nicht wirklich! Ich war völlig besoffen bei der Wahl! Der Herr möge uns schützen!“

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1 Kommentar

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Angelides Joana
Feb 8, 2010 10:52

Muss ja festgehalten werden, dass er nicht wirklich gewählt wurde, sondern nach dem Tode des Hl.Jörg einfach nachrückte. Obwohl, eine Besonderheit im Lande der Narrenfreiheit, er unbedarft ist und nicht immer weiß, was er tut! (Originalton aus dem Justizministerium) Daher kann man ihn ja nicht
belangen.
Aber, jedes Land hat offenbar die Regierenden, die es verdient und oft selbst verschuldet.
J.A.

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